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  • Sarah

1,5 km - 46 km - 10 km, Der Scharmützelsee Triathlon

Anfang des Jahres berichtete mir mein Vater, dass er doch tatsächlich an einer Triathlon Staffel teilnehmen würde. Für mich war damals direkt klar: wenn Papa schon startet, dann will ich auch unbedingt dabei sein. Er meldete sich als Schwimmer für die Sprintdistanz und ich mich schließlich Einzeln für die olympische Distanz. Für mich war diese Anmeldung etwas ganz besonderes, da dieser Triathlon zum 1. Mal in der Heimat an meinem Lieblingssee stattfinden sollte… am Scharmützelsee.


Nach meinem Ironman 70.3 in Luxemburg, freute ich mich richtig auf das Rennen. Das Training lief gut und ich hatte vor allem mal wieder mehr Motivation fürs Schwimmtraining gefunden. Leider bekam ich dann genau 1,5 Wochen vorher Halskratzen und so lag ich dann mit Reizhusten und einer Erkältung erstmal flach und trainierte aus Vernunft bis zu dem Wettkampftag nicht mehr. Keine guten Voraussetzungen, aber ich wollte einfach Fit für den Tag sein.


Die Aufregung zog sich durch das Wochenende, aber ich freute mich trotzdem riesig auf den Tag denn ein Teil der Familie und eine Freundin, würden ebenfalls an der Strecke zum anfeuern stehen.


Als mein Papa und ich zur Startunterlagenausgabe gingen, fing es schon an zu regnen. Ich checkte mein Rad ein und hing es an den dafür vorgesehen Platz, wartete aber fast bis zu Letzt die restlichen Sachen an mein Rad zu legen, da ich ungern in klitschnasse Schuhe stieg. Meine Oma war ebenfalls zum Zuschauen gekommen und ihre Frage: Wann ich mich denn nach dem Schwimmen umziehen würde?!, fand ich einfach nur zu süß :D.

Der Startschuss für die 750m von meinem Papa fiel dann um 10.10 Uhr und ihr könnt euch ja nicht vorstellen wie unglaublich stolz ich auf ihn war. Die gesamte Staffel von ihm erbrachte eine großartige Leistung.



Ich muss zugeben, dass ich im Verlauf des Vormittages immer nervöser wurde, denn um 11.40 Uhr sollte es auch für mich auf die Strecke gehen. Die Schwimmstrecke war 1,5km lang und es sollten insgesamt 2 Runden geschwommen werden. Ein extra Highlight gab es allerdings noch, den Landgang. Für mich war es eine absolut neue Erfahrung aber am Ende muss ich sagen, dass ich lieber durchgeschwommen wäre :D Das Schwimmen verlief nach dem Startschuss für meine Verhältnisse doch relativ gut. Nach den ersten 750 Meter schaute ich das erste Mal bei knapp unter 14 Minuten auf die Uhr und am Ende der 2. Runde blieb die Schwimmzeit dann bei 29:38 min stehen. Ich freute mich wirklich sehr darüber!


Die Wechselzone war relativ lang, so dass ich mein Rad eine ganze Weile schieben musste. Es regnete zu der Zeit noch immer, trotzdem freute ich mich auf die 46 km, die ebenfalls auf 2 Runden gefahren werden mussten. Zunächst ging es einige Meter hoch und es folgten zahlreiche Kurven. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich vor allem bei Nässe ein kleiner Angsthase bin. An dem Tag gab es auch immer mal eine Windböe, die den Radabschnitt auf jeden Fall unterhaltsamer machte. Der Regen störte an sich jedoch wenig und genoss es richtig, durch die alte Heimat zu fahren. Am Ende der ersten Runde stand dann die Familie und Freunde, die mir nochmal ordentlich Motivation für die 2. Runde gaben. Meine Uhr blieb dann letztendlich bei 1:26 h stehen, worüber ich mich auch sehr freute.


Zurück in der Wechselzone standen dann noch die 10km in den Laufschuhen auf dem Plan. Schon beim loslaufen merkte ich: Das kann echt anstrengend werden. Meinen Beinen ging es wirklich gut, aber ich merkte die letzten 1,5 Wochen beim Laufen vom körperlichen her dann doch noch. Ich versuchte in einem ruhigen Tempo einfach nur durchzuhalten und vor allem durchzukommen. Im Gegensatz zu meiner Halbdistanz, fiel es mir aber wirklich schwer. In der 2. Runde hatte ich dann nur noch die Worte von meinem Papa im Kopf: Gleich hast du es geschafft! und so lief ich dann trotzdem total glücklich ins Ziel. Bis zum Laufen hatte ich einfach nur unfassbar viel Spaß an diesem Rennen und ich glaube der Zauber der Heimat hatte seinen Teil dazu beigetragen. Im Ziel gab es dann ein großes Stück Apfelkuchen für meinen Papa und mich und eine dicke Umarmung von allen, die mich angefeuert hatten.




Letztendlich bin ich einfach nur froh, dass ich dieses Rennen bestritten hab und auch wenn keine 100% drin waren, war es für mich trotzdem eine tolle Erfahrung. Manchmal ist die Zeit dann doch unwichtiger, als das was man aus dem gesamten Rennen an Eindrücken und Emotionen mitnimmt 😊

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